27. Juni 2022 – Stefan Angele

Immer ganz nah dran bei der Reise

Der exklusive Blog von Marc und Oliver von der Baltic Sea Rallye

Blog zur Baltic Sea Rallye bei HAMBURG ZWEI
Foto: TypoArt BS/Shutterstock

Die HAMBURG ZWEI Hörer Marc und Oliver sind 2022 Teil der Baltic Sea Rallye und haben das große Ziel in 16 Tagen einmal die Ostsee zu umrunden und dabei 9 Länder zu durchqueren und 7.500 Kilometer mit ihrem Oldtimer zurückzulegen. Ein unvergessliches Abenteuer, bei dem die beiden euch - die HAMBURG ZWEI Hörer - ganz nah mitnehmen. Ihr seid nämlich ein ganz wichtiger Teil der Reise. Hauptziel ist es für die beiden auf ihrer Reise möglichst viel Geld für einen guten Zweck zu spenden und als große HAMBURG ZWEI Fans, soll das Geld am Ende HAMBURG ZWEI hilft e.V. zugute kommen.

Exklusiver Reiseblog bei HAMBURG ZWEI

Auf ihrem exklusiven Blog nehmen die beiden euch auf die Reise ihres Lebens mit und geben Einblick in ihren spannenden Alltag, ihre Abenteuer, ihre Probleme und all die Dinge, die während der Fahrt zwischen Hamburg, Polarkreis und wieder Hamburg passieren. Von Montag bis Freitag bekommt ihr während der Rallye zwischen dem 18. Juni und 03. Juli täglich einen neuen Artikel von den beiden, den ihr so nur bei HAMBURG ZWEI findet. Zudem gibt's wunderschöne Bilder der Reise und, und, und! Schaut also möglichst regelmäßig vorbei und erlebt die Rallye ein bisschen mit Marc und Oliver zusammen!

Alle Artikel vom Baltic Sea Rallye Blog - direkt hier

04. Juli 2022 - Tag 16

Endlich wieder in Deutschland Etwas wehmütig sind wir heute wachgeworden nachdem wir uns den Wecker ausnahmsweise einmal auf 08:00 Uhr gestellt hatten. Frühstücken wollten wir in Zinnowitz auf Usedom um dann die restlichen knapp 400 km bis zur Ziellinie nach Hamburg zu fahren . Heute, am letzten Tag, durften wir ja wieder die Autobahn benutzen um den Fischmarkt zwischen 16:00 und 17:00Uhr zu erreichen.

Nach einem kleinen Bummel zum Strand und dem langen Steg in die Ostsee, nahmen wir Abschied von ihr und machten uns auf die letzte Etappe. Zahlreiche Teams überholten uns und auch wir überholten den ein oder anderen. Das wurde natürlich mit wildem Gehupe und Gewinke gefeiert!

Unbeschreiblich diese Momente und Freude es geschafft zu haben nach über 7.500km in nur 16 Tagen!

An der Ziellinie wurden wir dann gebührlich empfangen von unseren Familien und die Freude war groß die Frauen und Kinder wiederzusehen!

Ein unbeschreibliches Abenteuer geht zu Ende!

Danke fürs Mitfiebern und Mitlesen

Marc & Oliver

03. Juli 2022 - Tag 15

Die Fahrt ging heute weiter nach Danzig inkl. Stadtbummel. Die Stadt hat eine schöne Altstadt, die anscheinend auch von vielen Kreuzfahrtschiffen angesteuert wird. Sehr viele Touristen an diesem Samstag waren unterwegs. Eine Menschenmenge, die wir durch das viele nur zweisame Sitzen im Auto gar nicht mehr gewohnt waren.

Der Tag wurde genutzt um unser Roadbook und die Fotos dafür zu drucken, da bekanntlich ja Sonntags keine passenden Geschäfte in Deutschland geöffnet haben. Wir haben uns über die Route durch Meck-Pomm entschieden über Usedom. Leider hatte die Ferienzeit und somit Hochsaison begonnen, dass viele Campingplätze bereits ausgebucht waren. Wir wollten aber unbedingt noch eine Dusche nutzen, bevor wir den morgigen Tag zum Zieleinlauf starten. Durch einen Zufall konnten wir noch auf polnischer Seite in Swinnemünde direkt am Yachthafen einen Wohnmobilstellplatz mit Sanitäranlagen für einen preiswerten Preis (12€) finden. Das Restaurant im Hafen hatte ebenso günstige Preise und gerade noch geöffnet, als wir gegen 20:30Uhr dort ankamen.

Apropos Preise: Bei ca. 1,60€/L für Super95 wissen wir jetzt warum es den Tanktourismus gibt... Die Spritpreise hatten damit auf unserer Umrundung eine Spanne von 1,60€ (Polen) bis 2,70€ (Finnland/Lappland) pro Liter. Selbst in Ländern wie Litauen und Lettland Preise über 2€/Liter, wo wir wirklich gegrübelt haben, wie viele Einheimische sich das leisten können.

Auffällig am heutigen Tag war definitiv die Anzahl der Störche und Storchennester, die in den Ort auf Strommasten etc. platziert sind. Wenn jemand sich fragt wo die Störche in Deutschland geblieben sind, fahrt nach Polen! Eine Ortsdurchfahrt von ca. 600m hatte sage und schreibe 9 Storchennester an der Hauptstraße wovon nur 1 nicht (mehr) bewohnt war.

02. Juli 2022 - Tag 14

Die Fahrt durch Litauen zeigte die Facetten der EU von seinen anderen Seiten. Die baltischen Staaten schein noch einiges aufholen zu müssen. Nichtsdestotrotz auch hier eine große Solidarität mit der Ukraine zu spüren durch viele gelb-blaue Flaggen.

Tageschallenge war heute den Hügel der Kreuze zu finden. Ein Pilgerort, an dem Besucher ihr Kreuz aufstellen können um einen Moment innehalten zu können. Die Atmosphäre an diesem Ort war recht still und bedächtig. Wir stellten auch unser selbstgemachtes Kreuz auf und hoffen auf eine erfolgreiche, unfallfreie Umrundung der Ostsee und für Gesundheit unserer Familien.

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Am späten Nachmittag und dem Grenzübertritt nach Polen erreichten wir dann noch ein anderes Kapitel der europäisch-deutschen Geschichte. Die Bunkeranlagen 'Wolfsschanze' in den Masuren. Wir hatten uns die Zeit genommen und diese Anlage bzw. die Reste davon inkl. einiger Ausstellungen zu besuchen. Die Bauzeit von 4 Jahren im Verhältnis zu ca. 4 Monaten Nutzung waren schon gewaltig, beindruckend aber auch beklemmend.

Für die Nacht fanden wir einen schönen kleinen polnischen Familiencampingplatz direkt am See. Die Nacht zogt ein schweres Gewitter durch, dass wir aber zum Glück unbeschadet und trocken überstanden haben.

01. Juli 2022 - Tag 13

Die Fahrt von Tallinn nach Riga führte uns heute über gut ausgebaute Landstraßen noch zur unserer Tageschallenge, dem alten russischen Gefängnis bzw. Arbeitslager Rummu südwestlich von Tallinn.

Der Tag war mit 30° schon sehr heiß und die Klimaanlage in unserem ML hatte ja leider kurz vor Start ihren Dienst quittiert... Ein Sprung ins abkühlende Wasser war da eine richtige Wohltat.

Die Fahrt ging dann weiter über die Landesgrenze von Estland nach Lettland. Ziel war die Hauptstadt Riga, die wir gegen 19:00 Uhr erreichten. Der Citycampingplatz hatte noch Kapazitäten und wir blieben mit 2 anderen Teams dort bis zum nächsten Morgen gegen 07:00 Uhr. Den Abend genossen wir wieder mit E-Scootern in der Altstadt bei schönem Essen.

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30. Juni 2022 - Tag 10, 11 & 12

Die letzten 3 Tage waren sehr geprägt von finnischer Landschaft um in Richtung Helsinki zu kommen. Die Fahrt ging über öde Strecke. Im Landesinneren in Richtung Hauptstadt.

Wir nutzten Tag 11 um Helsinki mit einem E-Roller zu erkunden. Die Stadt hat zwar einen schönen Kontrast mit dem Strand direkt am Hafen aber ansonsten nur wenig zu bieten. Gefühlt viele nordische Designer und recht viele neuere Bauten.

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Übernachtet haben wir ca. 25km außerhalb auf einem überwiegend mückenfreien Campingplatz.

Am Tag 12 ging es dann früh rüber mit der Fähre nach Tallinn. Auch dort haben wir die Altstadt mit einem E-Roller erkundet um anschließend kurz einzukaufen für unsere Vorräte. Abends fand dann die Party Nr. 2 statt mitten im Wald in einer tollen Location mit Sauna und Riesentipi.

26. Juni 2022 - Tag 9

Die Fahrt vom Nordkapp ging heute Richtung Finnland. Die Grenzübergänge waren bisher alle problemlos bzw. es war nicht mal jemand zu sehen. Das war bei der Einreise nach Finnland heute nicht anders.

Die Temperaturen stiegen innerhalb von 3 Stunden von 5° auf 25°C!

Auf dem Weg haben wir dann den nördlichen Polarkreis verlassen und kamen natürlich auch dort vorbei, wo der Weihnachtsmann wohnt. Die Rentiere laufen dort wirklich überall herum und haben auch keine Scheu in eine fahrende Autokolonne zu laufen. Da bleibt nur stehen bleiben und filmen, ansonsten glaubt das einem zu niemand.

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Ziel für den Abend war das nördliche Lappland mit dem Auftrag Wildcamping.

Ein schöner Platz am See mit Lagerfeuer konnte leider auch nicht über die Mücken in Finnland hinweghelfen. Diese scheinen noch schlimmer als in Schweden und Norwegen zu sein.

25. Juni 2022 - Tag 8

Von Tromsö ging es heute bei 8°C weiter Richtung dem nördlichen Ende Europas. Da die Temperaturen im Gebiet des nördliche Polarkreises meist mehr 2stellig werden, haben wir uns entschlossen mit 3 anderen Teams gemeinsam ein Hotel zu buchen.

Die Fahrt zum Nordkapp hatte dann noch die eine oder andere Herausforderung. Wir mussten durch Tunnel mit bis zu 8km Länge mit Gefälle bzw. Steigungen von 9%. So etwas kennen wir im flachen Norden Deutschlands nicht. Die 150 Pferdchen im Auto mussten da wirklich gute Arbeit leisten.

Gegen 22:00 Uhr sind wir dann am Nordkapp angekommen und mussten feststellen, dass hier wohl mehr los ist, als in manchen Orten in Schweden oder Norwegen. Der Parkplatz war auch um diese Zeit noch ziemlich voll.

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Beim Austeigen suchten wir schon die dicken Jacken und Schuhe raus. Das Thermometer zeigte knapp 4°C und schneidenden Wind. Egal – dafür wir hergekommen!

Das Szenario entschädigte für alles! Schaut Euch einfach die Bilder an! Die Sonne hat gerade so den Horizont berührt und stieg danach wieder auf.

Nach dem zahlreiche Beweisfotos im Kasten waren, musste Marc noch schnell die Statistik seines Geocache-Accounts aufbessern um den nördlichsten Cache Europas zu loggen. Zum Glück viel frequentiert und schnell zu finden.

Bei der Rückkehr zum Auto dann großes Entsetzen – Ölfleck unterm Auto von ca. 20cm Durchmesser… Zum Glück nur etwas Servoflüssigkeit durch eine lose Schelle. Schnell nachgezogen und aufgefüllt ging es weiter zum Hotel.

Ein anderes Team konnte es sich nicht nehmen lassen und hat sich eine Königskrabbe servieren lassen. Passte leider mit 160€/kg nicht in unser Budget – soll aber günstig gewesen sein.

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24. Juni 2022 - Tag 7

Die Fahrt nach Tromsö war heute recht unspektakulär nach dem wir das Ende der Lofoten erreicht hatten. 2 Fährfahrten und ca. 500km später erreichten wir Tromsö gegen 19:00 Uhr. Ein Bummel in die Stadt endete in einem gemütlichen Restaurant direkt am Hafenpier, wo es typische norwegische Gerichte gab – von Walfleisch bis Kabeljau war alles dabei und vor allem lecker!

23. Juni 2022 - Tag 6

Weg nach Tromsö: Nach der Wikingerparty mit allen Teams haben wir im örtlichen Café noch ein kleines Frühstücksbuffet genießen dürfen und sind zu spät gestartet. Diese Etappe hat 650km auf teils kurvigen Landstraßen, aber toller Landschaft. Während Hamburg mit 30°C Temperaturen den Sommer genießt sind wir hier oben froh, wenn es zweistellig ist.

Die ersten Sorgen kommen auf als wir noch knapp 3.000km das erste Mal Öl prüfen und mehr als einen halben Liter nachfüllen müssen. Das hatten wir zu Hause auf 5000km nicht müssen.

Mehr Sorgen machen uns die Straßen mit Steinrutschen etc. gestern gab es einen Abgang und die Straße ist für 3 Stunden gesperrt gewesen. Zum Glück wird es ja nicht dunkel, so dass man durch die Gefahren nicht im Dunkeln überrascht wird. Die Schneeschmelze lässt hier zahlreiche Wasserfälle an den Straßenrändern entstehen. Diese Nacht werden wir in einer gemieteten Hütte verbringen und vorher noch mal in der Innenstadt Delikatessen probieren.

Gruß,

Oliver und Marc

22. Juni 2022 - Tag 5

Heute mussten wir um 04:00Uhr den Wecker klingeln lassen, um pünktlich gegen 05:00 Uhr an der Fähre zu stehen. Die Überfahrt verlief relativ problemlos trotz unangenehmen Seegangs (Querwellen). Uns begrüßte dafür dann auf der Anlegeseite ein sonniger Ausblick auf die Lofoten. Dieser Flecken Erde war es wirklich wert sich die bisher entstandenen Strapazen über sich ergehen zu lassen. Wir haben ja in den letzten 2 Tagen gute 1.300km auf teilweise kurvigen Landstraßen und Schotterpisten fahren müssen.

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Nach einem leckeren Mittagessen (es gab natürlich lokalen Fisch) in einem Restaurant, dass wir nur durch einen Tipp eines Einheimischen finden konnten, ging es weiter zum Wikingerfest, dem ersten Treffpunkt aller Teams. Der Abend wurde mit Wurst und dem Gin & Tonic, dass die Teams auf die Lofoten bringen sollten feuchtfröhlich begonnen. Anschließend haben sich die Teams bei den Wikingerwettkämpfen duelliert. Einige nutzten die extra aufgestellte Sauna um anschließend in das Polarmeer zum Abkühlen zu laufen.

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Aktuell genießen wir das große Strandfeuer und die Mittsommernacht. Heute wird es auch kalendarisch nicht mehr dunkel werden. Bis ca. 20:30 Uhr stand die Sonne noch hinter den aufziehenden Wolken. Leider fing es nun an zu regnen, aber auch das wird uns nicht diesen tollen Tag in atemberaubender Atmosphäre vermiesen.

Gruß,

Oliver und Marc

21. Juni 2022 - Tag 4

Auch von Strömsund waren es dann nochmal über 650km gen Norden um schließlich den Polarkreis zu erreichen und die norwegische Grenze zu queren.

Die Landschaft wurde deutlich karger und vor allem nicht kühler, sondern KALT! Wir standen dann plötzlich bei 5° am Polarkreis und zu Hause berichtet die Familie von über 26°… Die Tageschallenge war heute zu Beginn eine Dose Sürstrøm (gegorener eingelegter Fisch) offen für 200km zu transportieren im Auto. Das Zeug ist so schlimm, dass einem beim öffnen der Dose schon schlecht wird - wie kann man so etwas essen?

Das Ziel war nun Bodø zu erreichen um die Fähre nach Å auf die Lofoten zu nehmen. Einzige buchbare Fahrzeit: 06:00 Uhr - also morgen um 04:30 Uhr aufstehen. Das ist aber mittlerweile fast egal, weil es nun sowieso nicht mehr dunkel wird.

20. Juni 2022 - Tag 3

Heute musste früh aufgestanden werden - das Roadbook sagte eine lange Etappe voraus, da wir am Mittwoch (Tag 5) auf den Lofoten sein sollen.

Somit schlugen wir uns über viele kleine und größere Landstrassen durch, die zum Teil wirklich wie Rallyepisten aussahen, bis wir abends in der Nähe von Strömsund einen schönen Platz am See gefunden haben. Leider waren dort so viele Mücken, gegen die unsere Mückenmittel nicht alle geholfen haben. Aber so riesige Mücken haben wir beide zuvor noch nie gesehen! Die Roadbookaufgabe war ein Foto mit dem Auto vor einem Hubschrauber oder Flugzeug zu machen.

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19. Juni 2022 - Tag 2

Unsere Nacht war um 07:00 zu Ende und nach 2 Brötchen und einem Kaffee starteten wir gemeinsam die nächste Etappe. Heute war das Ziel die Autofriedhof zu finden, in dem der Tourbus von ABBA stehen soll. Ob er es wirklich war oder nur ein Mythos, konnten wir leider nicht herausfinden. Unsere Schwedischkenntnisse sind noch etwas jung…

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Das nächste Ziel war Lönneberga zu finden. Der eigentliche Ort heißt aber Katthult, an dem der Hof von Michel aus Lönneberga steht und hat somit viele andere Teams an einen 20km entfernten Ort, der wirklich Lönneberga heißt, geschickt und somit fast verzweifeln lassen. Denn eine Sache haben wir an Tag 2 gelernt - Zeit hat man nicht viel… es sind etliche Kilometer zu fahren!

Der Tag endete an einem schönen See mit ruhigem Platz allerdings ohne nennenswerte Aussicht.

18. Juni 2022 - Tag 1

Wir haben die letzte Nacht vor dem Start noch einmal unser Bett genießen dürfen und sind gegen 06:00Uhr aufgestanden. Oliver hat sein letztes Reisegepäck und Proviant im Auto verstaut und wir haben uns pünktlich auf den Weg zum Gut Basthorst gemacht. Die Teilnehmer mit den weiteren Anreisen haben dort Campen können um dann pünktlich auf der Starterwiese stehen zu können.

Dort konnten wir dann nach der Registrierung und Empfang des Roadbooks mit den Etappenaufgaben die Gelegenheit nutzen, um mit den ebenso aufgeregten anderen Teilnehmern erste Routen zu planen und die Ausrüstung bestaunen.

Gegen 12:00 fiel dann für uns der Startschuss und wir konnten uns über die Startrampe auf den Weg Richtung Dänemark machen. Durch das schöne Wetter waren wir natürlich nicht die einzigen, die Richtung Fehmarn unterwegs waren (ihr Hamburger kennt das :-) ). Der Stau verflog ab Lübeck dann recht schnell so das wir problemlos die Fähre von Puttgarden nach Rödby nehmen konnten und ebenso unspektakulär weiter über Kopenhagen und Malmö nach Südschweden kamen.

Dort haben wir uns mit dem Team Hochzeitsreise (Axel und Katrin) zusammen getan und sind die erste Nacht auf einem schönen Campingplatz in der Nähe von Böör gelandet. Aufbau und die erste Nacht im Dachzelt waren unproblematisch.

PS: am ersten und letzten Tag darf Autobahn benutzt werden um das Feld der über 250 Teams auseinander zu ziehen.

14. Juni 2022: Das letzte Update vor dem Start

Die letzten 5 Tage voller Vorfreude sind gestartet und die Vorbereitungen bis auf weniger persönliche Dinge (Reiseapotheke, Kleidung und Schuhe) sind bereits eingeladen. Zudem waren wir am Wochenende bei Mette-Marit und Thorsten in Neu Wulmstorf, die uns freundlicherweise ihr Dachzelt für die Rallye leihen konnten, da unser eigentlicher Vermieter abgesprungen war. Die Montage und Einweisung hat natürlich auch seine Zeit gebraucht. Auch mussten wir feststellen, dass es mit 2 Reserverädern auf dem Dach doch recht eng zu geht. Wir entschieden uns nur noch eines mitzunehmen und dafür einen kleinen Reservekanister daneben zu spannen.

Einen kleinen aber entscheidenden Defekt (der Kompressor der Klimaanlage sprang nicht mehr an), wollten wir auch vor dem Start noch dringend reparieren, weil das Fahrzeug auch bei geringer Sonneneinstrahlung doch schnell warm wird. Nach ausgiebiger Fehleranalyse konnten wir dann ein defektes Relais als Übeltäter entlarven und vor allem zeitnah noch austauschen. Zusätzlich dann zur Sicherheit gleich 2 Liter Motoröl noch dazugekauft. Drückt die Daumen, dass dies der einzige Defekt bleibt…

Oliver hat letzten Freitag dann die Sprösslinge von unserer lokalen Biogärtnerei abholen können. Für den ökologischen Ausgleich und um mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, wollen wir ja in jedem Land einen Baum pflanzen und zur Aufzucht übergeben. Die genauen Standorte werden wir dann mit den Detailinformation zum jeweiligen Baum teilen.

Wer uns beim Start anfeuern möchte und selbst Rallyeluft schnuppern möchte ist, herzlich eingeladen am Samstag ab 10:00Uhr nach Gut Barsthorst bei Trittau zu kommen. Dort werden die Teams dann nach und nach starten ab ca. 11:15 Uhr (so zumindest der Plan der Veranstalter).

Wir freuen uns auf Eure Unterstützung zum Start und Spende für HAMBURG ZWEI hilft e.V.!

Gruß,

Marc und Oliver

05. Juni 2022: Nun sind es keine 14 Tage mehr bis zum Start!

In der vergangenen Woche und selbst am Samstag vor Pfingsten waren wir fleißig mit den noch offenen Punkten auf unserer Liste. Neben den restlichen Sponsorenaufklebern haben wir uns um die zusätzliche Board-Elektrik (zusätzliche 12v Steckdose für den Spannungswandler auf 230V für Laptop und Ladegeräte der Film- und Fotoausrüstung) gekümmert. Die Zusatzschweinwerfer (wenn es dann im Baltikum wieder dunkel wird abends) können und nun auch unser Nachtlager sowie den Weg dahin beleuchten.

Im Innenausbau ging es mit großen Schritten weiter. Die Rücksitzbank haben wir kurzerhand komplett ausgebaut um unsere notwendige Ausrüstung ordentlich verstauen zu können. Neben jeweils 2 Klappboxen rechts und links haben wir unterhalb genügend Platz um andere Kisten und unsere beiden Faltstühle verstauen. Im Kofferraum hat nun die Küche Einzug gehalten, die einen herausziehbaren Kocher inkl. Grillplatte mit Gasanschluss beinhaltet. Rechts in den Freiraum kommt dann die 12V Kühlbox für Getränke und Lebensmittel. Dahinter und unterhalb des Kochfeldes ist noch genügend Platz für Geschirr, Lebensmittel und zur Not auch Raviolidosen… man weiß ja nie…. 😉.

Die Ausrüstungsliste wird auch immer länger, sodass wir am kommenden (welches schon das letzte vor dem Start ist – oh Schreck!) Wochenende probepacken und ggfs. aussortieren müssen. Einen Termin für die Montage des Dachzeltes haben wir auch am kommenden Wochenende. Dann wäre das ‚Ostsee-Monster‘ das erste Mal reisefertig ausgestattet…

Inzwischen haben wir auch die Info bekommen, dass der Start dieses Jahr aufgrund der hohen Teilnehmerzahl (es werden insgesamt über 280 Teams/Fahrzeuge erwartet) auf Gut Barsthorst in der Nähe von Trittau erfolgen wird. Die Teilnehmer können bereits ab Freitag nachmittags anreisen um sich kennenzulernen und Rallyeatmosphäre zu schnuppern. Auch bei uns steigt die Spannung und Vorfreude!

Das nächste Update dann mit ausführlichen Bildern des startfertigen Teams folgen ab dem nächsten Wochenende! Seit gespannt und folgt uns hier und auch den sozialen Kanälen von uns und HAMBURG ZWEI!

Gruß,

Oliver und Marc

19. Mai 2020: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Mit großen Schritten rücken wir näher an den Start der Rallye und die Vorbereitungen laufen mittlerweile auf Hochtouren! Neben diversen Verschleißartikeln (Scheibenwischer, Keilriemen, etc.) haben wir auch noch Ersatzteile geliefert bekommen, ohne die wir nicht auf die große Reise gehen wollen. Ein Ersatz-Radlageset, Ersatzlampen sowie ein Gummimanschette für die Antriebswelle haben wir vorsorglich neben den normalen Flüssigkeiten (Motoröl, Servoöl usw.) ins Auto geräumt. Ein Radsensor wird vorne noch in der kommenden Woche getauscht, damit auch wirklich alle Probleme behoben sind und wir bedenkenlos an die Startlinie rollen können.

Die persönliche Ausrüstung wird ebenso gerade aufgestockt. Vernünftige Schlafsäcke sind ein absolutes Muss wenn wir am Polarkreis im Dachzelt übernachten wollen, ebenso wie diverse Utensilien für unterwegs zur Verpflegung und dessen Zubereitung. Wir werden einen kleinen Gasgrill/-kocher mitführen ebenso wie Wasserkanister und Kühlbox. Alle diese Dinge werden in den nächsten Tagen ihren Platz finden im Auto. Etwas Technik müssen wir zusätzlich noch aufrüsten, wie einen 12V-zu-230V Spannungswandler um einen Laptop unterwegs aufladen zu können. Handy und Tablets können wir bequem über 12V USB Steckdosen im Auto laden.

Dachträger am Auto sind ebenfalls montiert und werden am kommenden Wochenende durch einen selbstgebauten Dachträger erweitert, der unsere beiden Ersatzräder und den 20L-Reservekanister transportieren soll. Das wird noch eine kleine Herausforderung, denn das geliehene Dachzelt soll mit 1,40 x 1,40m Grundfläche auch Platz haben auf dem Dach.

Neben unserer individuellen Planung behalten wir natürlich auch das aktuelle politische Geschehen (Ukrainekonflikt sowie die NATO-Beitrittsanträge von Schweden und Finnland) nicht ohne Besorgnis sorgfältig im Auge. Die Corona-Pandemie hat uns bereits 2mal einen Strich durch das Abenteuer gemacht und wird sind dieses Jahr mehr als motiviert das Abenteuer endlich in Angriff zu nehmen. Trotzdem werden wir die Rallye nicht um jeden Preis und schon gar nicht wenn Menschenleben in Gefahr sind durchführen. Darüber sind wir als auch unsere Sponsoren und Unterstützer uns mehr als einig.

Anbei der aktuelle Stand unseres Rallyeautos (wir haben es "OstseeMonster" getauft)…

Baltic Sea Rallye Auto von Marc und Oliver
Foto: HAMBURG ZWEI

Bis zum nächsten Update!

Marc und Oliver

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Alle Spenden, die ab sofort und natürlich auch im Aktionszeitraum zwischen dem 18. Juni und 3. Juli unter dem Spendenstichwort "Baltic" bei HAMBURG ZWEI hilft e.V. eingehen, werden der Aktion zugerechnet. Dabei gehen am Ende natürlich alle Spenden zu 100 Prozent an HAMBURG ZWEI hilft e.V. Die HAMBURG ZWEI Redaktion sucht dann einen passenden Empfänger für eure Spenden, sodass das Geld möglichst vielen Notleidenden zugute kommen kann. Wir versprechen euch: Eure Spende kommt in gute Hände und jeder Betrag ist willkommen und wichtig - ganz egal, wie groß er ist.

Die Baltic Sea Rallye bei HAMBURG ZWEI

Hört also unbedingt zwischen dem 18.06. und 03.07.2022 rein, um keine Sekunde der Baltic Sea Rallye zu verpassen.

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